Kardiologische Rehabilitation

    Der chronisch kranke Herzpatient in der Rehabilitation



    Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation

    Die Rehabilitation ist in Deutschland stark strukturiert und verläuft in mehreren Schritten (Phasen). Das allgemeine Ziel ist neben einer Wiedererlangung von Gesundheit und Wohlbefinden auch die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Besondere Beachtung finden heute die Möglichkeiten der ambulanten Rehabilitation am Wohnort. Diese wird kassenfinanziert und besitzt qualitative Voraussetzungen wie Struktur, Qualifikation des Personals und Arztpräsenz. Nachteile sind die niedrige Übungsfrequenz mit einer Übungsstunde pro Woche, die zunehmenden Probleme der Arzt-Akquisition, die geringe Zahl weiblicher Teilnehmer und Überalterung.

    In Deutschland sind die kardiologischen Reha-Abschnitte in Phasen gegliedert:

    Phase I: Akutreha als Frühmobilisation etwa nach Herzinfarkt,

    Phase II: Fortsetzung der Reha als stationäre Reha in der Spezialklinik,

    Phase III:
    a) ambulante Reha (Wohnortrehabilitation; ambulante Herzgruppen) unter Aufsicht durch Ärzte und ausgebildetes Übungsleiter-Personal; Kostendeckung nach ärztlicher Rezeptierung durch GKV für 90 Tage,
    b) Nach Leitlinien 2020: strukturierte Reha an besonderen Zentren (ambulant), die zeitlich begrenzt sind,
    Phase IV (neu): Reha wie oben in ambulanten Herzgruppen, aber auch in speziellen Zentren (Fitnesstudios?)

    Mehr und mehr – wegen der zunehmenden Gefahr durch extreme Hitzewellen – gilt es, dem Herzkranken Anweisungen und Hinweise zu geben, sich bei einer solchen Hitzewelle richtig und adäquat zu verhalten. Hierzu gibt es eine Ausarbeitung auf dieser Website.

    Herz-Rehabilitation ist Teil des Präventionskanons, der sich in die Teile Primär-, Sekundär – und Tertiärprävention gliedert. Nur der tertiäre Abschnitt ist definitionsgemäß als Rehabilitation zu bezeichnen.