Koronare Herzkrankheit (KHK)

    Diese Begriffe beschreiben eine Gruppe von Herzkrankheiten, die auf der meist arteriosklerotischen Grunderkrankung (Einengung) der Kranzgefäße beruhen. Diese kann lange ohne Symptome verlaufen (chronisches Coronarsyndrom CCS) , über längere Zeit die sog. Angina pectoris erzeugen, plötzlich in den Herzinfarkt ausmünden (akutes Coronarsyndrom ACS) oder durch fortgesetzte Muskelschädigung die Basis für eine Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (HFrEF) bilden. Auch Herzrhythmusstörungen können Ausdruck einer KHK sein. Daneben gibt es auch die nicht-arteriosklerotische KHK, die auf der allgemeinen Eigenschaft arterieller Gefäße beruht, Gefäßspasmen (Gefäßkrämpfe) zu bilden, die den Blutfluss ebenfalls reduzieren oder ganz unterbrechen können. Diese “vasospastische” Angina – meist bei Frauen – zeigt bei der Angiografie normale Kranzgefäße.

    Hier hat sich allerdings eine neue Krankheitsbeschreibung der KHK ergeben:

    ANOCA, INOCA und MINOCA

    Sie beruht auf der zunehmenden Einsicht, dass die Durchblutungsstörung der Kranzgefäße auch und nicht selten bei Frauen auf offenen Gefäßen – also ohne Verschlüsse oder Ablagerungen – auftritt.

    Die Ursachen sind vielfältig und werden coronare mikrovaskuläre Dysfunktion (CMD) genannt. Sie reichen von einer vasospastischen Komponente über eine endotheliale Dysfunktion in den Gefäßwänden und schließen die spontane koronare Dissektion (SCAD) ein.
    Es gibt auch eine Beziehung zur Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF).

    Lit.:
    (Pepine CJ. ANOCA/INOCA/MINOCA: Open artery ischemia; Am Heart J Plus. 2023 Feb;26:100260. doi: 10.1016/j.ahjo.2023.100260. Epub 2023 Jan 25. PMID: 37064505; PMCID: PMC10104448.)

    Herzerkrankungen KHK Spezial