
Die Aortenklappenstenose
Die am Übergang zwischen linkem Ventrikel und aufsteigender Aorta befindliche Aortenklappe nimmt unter den Herzklappen-Erkrankungen eine Sonderstellung ein. Das ist in der speziellen Funktion dieser Klappe begründet, die die Hauptarbeit bei der Ausrichtung des Blutstromes in die Aorta leisten muss. Krankhafte Veränderungen der Klappenfunktion durch Entzündungen, Degeneration oder durch Kombinationen sind daher von unmittelbarer und krankhafter Bedeutung für die linke Herzkammer.
Dabei ist es wichtig, dass diese Klappe besonders bei älteren Menschen isoliert degenerieren kann, d.h. dass sie verhärtet, Kalk einlagert und damit die Blutströmung mehr oder weniger behindert. Auch eine Cholesterinerhöhung trägt zu dieser nichtrheumatischen Erkrankung bei. Frühzeitige Statintherapie (50-70 mg/dl als Zielwert) ist daher sinnvoll, um den Prozess zu verhindern oder zu verlangsamen.
Die Folge ist dann eine Aortenklappen-Stenose (die Aortenklappen-Insuffizienz wird an anderen Stelle besprochen). Aus der Stenose wiederum folgt je nach Schweregrad eine Druck-Belastung des linken Herzmuskels, der bei hochgradigen Stenosen verdickt, erschlafft und die Durchblutung des Körpers empfindlich stört.
Dagegen ist die rheumatische Artenklappenerkrankung bei jüngeren Menschen anzutreffen und wegen der Endocarditisprophylaxe heute seltener zu beobachten.
Symptome einer Aortenstenose:
Diese richten sich nach dem Schweregrad, der auskultatorisch und mit Hilfe des Echokardiogramms festgestellt und quantifiziert werden kann. Die Kenngröße ist der Unterschied zwischen Aortendruck und Druck im linken Ventrikel (der Druckgradient), besser aber die Klappenöffnungsfläche, die ab einem Wert von <1,2 cm2 kritisch ist.
Symptome:
- Luftnot
- Angina pectoris
- Schwindel
- Ohnmachten (Synkopen)
- plötzlicher Herztod
Therapie der Aortenklappenstenose…
