Therapie der Herz-Kreislauf-Krankheiten

    Therapie der Herz-Kreislaufkrankheiten

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    Die Behandlung der Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs, heute immer noch die häufigste Todesursache vor den Krebserkrankungen, hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Wandlungen und Änderungen erfahren. Die Gründe für die Abnahme der Häufigkeiten kennen wir noch nicht genau, nehmen aber an, dass die therapeutischen Verbesserungen und die Vorsorge ihren Teil dazu beigetragen haben. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse müssen daher unbedingt weiter im Blick sein. Medikamentös steht an erster Stelle die Behandlung der kardiovaskulären Risikofaktoren (CVRF oder RF). Hier geht es vor allem um die Therapie der Fettstoffwechselstörungen, des Bluthochdrucks und der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).

    Säulen der Therapie:

    KHK:
    Aortocoronarer Venenbypass ACVB.
    Indikationen:

    • schlechte Ventrikelfunktion und/oder
    • Verengung aller drei Haupt-Kranzgefäße: drei-Gefäß-Erkrankung.

    Die sog. Hauptstammverengung (sehr bösartig) kann sowohl interventionell als auch chirurgisch versorgt werden.

    Herzklappenfehler: bei angeborenen Herzfehlern ist sie eine Option; für erstere ist allerdings die Alternative TAVI zu bedenken, wen es ich um eine Patientengruppe mit hohem OP-Risiko handelt…

    Herzinsuffizienz: Herzklappenreparatur (teils interventionell), Herzklappenersatz
    Bei einer schweren bis schwersten Herzschwäche kommt auch die Herztransplantation (HTX) zur Anwendung, die heute infolge Organmangel und Spenderproblematik zu wenig durchgeführt wird. weiter…

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    Eingriff über Herzkatheter: Stent, TAVI, TEER. Wesentlich für Herzinfarkt und die medikamentös nicht beherrschbare Angina pectoris sowie bei Herzklappenfehlern wie Aortenstenose (TAVI).Die Implantation von sog. Gefäßstützen (Stent) ist seit etwa 1987 (Sigwart) eingeführt, zunächst als Notfallmassnahme bei PTCA-Verschlüssen, heute Standardtherapie.

    Zur Behandlung der Herzinsuffizienz kommt auch die sog. cardiale Resynchronisationstherapie in Betracht.

    Eine neue Methode der Bluthochdruckbehandlung ist die sog. kathetergeführte renale Denervierung… weiterlesen

    Der Ansatz ist wesentlich für Bluthochdruck und Herzinsuffizienz, und die Verbesserungen in Mortalität (Sterberate) und Morbidität (Krankenhausbehandlung) sind auch darauf zurückzuführen. Neueste Therapiewege bestehen in der Entwicklung genbasierter Ansätze und Entwicklungen für seltene Krankheiten (orphan drugs). Besonders in der Therapie von Lipidstoffwechselerkrankungen (Hypercholesterinämie) mit miRNA-Impfstoffen habe diese genbasierten Ansätze Bedeutung erlangt.

    Als Stoffgruppen sind u.a. möglich:

    • ACE-Hemmer
    • Aldosteron-Antagonisten (Aldactone®)
    • AT1-Blocker
    • AT1-Blocker+Sacubitril (Neprilysin-Hemmer) ARNI
    • Betablocker
    • Diuretika
    • SGLT2-Hemmer
    • (Digitalis)

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    Vorbeugung (Prävention) und Vermeidung von erneutem Krankheitseintritt (Rehabilitation) sind wichtige Bausteine der Gesundheit, die viel zu wenig in der Bevölkerung umgesetzt werden. Die beiden Säulen der Prävention sind gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Dabei ist Bewegung zur Erreichung von körperlicher Fitness ein wesentlicher Beitrag zur Volksgesundheit, der mit an vorderster Stelle steht… weiterlesen

    Die Wiederbelebungstechnik als therapeutische Massnahme bei plötzlich bewusstlosen Menschen ist für jeden von uns wichtig – für den Betroffenen natürlich und den Helfer (sog. Ersthelfer). Die Technik ist grundsätzlich einfach und von fast jedem erlernbar. Sie sollte daher von den meisten Menschen beherrscht werden…weiterlesen

    Die Naturheilkunde spielt seit Jahrtausenden eine wesentliche Rolle in der empirischen Medizin. Gerade heute erlebt sie eine deutliche Renaissance im Zusammenhang mit Zweifeln und zum Teil berechtigter Kritik an der klassischen Pharmakotherapie und auch an der Ressourcen verbrauchenden apparativen Medizin, die ja in der interventionellen Kardiologie sehr verbreitet ist.

    Heilmittel: Dabei muss unterschieden werden zwischen Heilmitteln mit nachgewiesener Wirkung (z.B. Digitalis oder Johanniskraut) und solchen, bei denen eine Wirkung bisher nicht nachgewiesen wurde. Die medizinische Fachrichtung, die sich mit dieser Art von Therapie befaßt, ist die ganzheitliche Medizin , die jedoch von der Homöopathie zu trennen ist. Diese ist zwar von historischem Interesse, wird jedoch als unwissenschaftlich, unprofessionell und nicht begründet zurückgewiesen.

    Die “sprechende” Medizin, bei der der Arzt sich für den Patienten ausreichen Zeit nimmt – heute schwierig – wird oft von den naturheilkundlichen Ärzten wahrgenommen.

    Eine Sonderrolle spielt die Komplementärmedizin, die nach neueren Untersuchungen besonders in der Lebensstiländerung und der Beeinflussung der Herz-Kreislauf-Risikofaktoren eine Rolle spielt. Yoga, Meditation und Stressbewältigung (IIa/B: kann-Empfehlung) sind hier einzuordnen.


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