In einere früheren Arbeit (Rafaele M et al. Microplastics and Nanoplastics in Atheromas and Cardiovascular Events, N Engl J Med 2024;390:900-910) wurde bereits darauf hingewiesen, dass Mikro-Nano-Partikel (<2,5 nm) in den Coronargefäßen mit Arterioskerose häufiger sind als in jenen ohne Befund.
Neu ist eine jetzt erschienene Arbeit im European Heart J. zum gleichen Thema (Paolisso P, et al., doi: https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehag447) die die Befunde von 2024 bestätigt, aber doch auch Kritik hervorgerufen hat.
Die folgende Grafik aus der Studie verdeutlicht das Problem.

Legende: STEMI= ST-elevation myocardial Infarction, CCS chronic coronary syndrome, conrols Kontrollen ohne Befund
Die Kritik gipfelt in der Feststellung, dass die in der Studie verwendete Methode der Pyrolyse-Gaschromatografie-Massenspektrometrie zur Quantifizierung von NMP laut dem Experten für Polyethylen und Polyvinylchlorid nachweislich nicht geeignet ist – also für 2 Kunststoffe, die in der Studie hauptsächlich nachgewiesen wurden. Das limitiert den Aussagewert der Studie erheblich, doch sie untermauert die wachsende wissenschaftliche Evidenz, dass die Verschmutzung durch Kunststoffe ein aufkommendes Problem der öffentlichen Gesundheit ist, das ernsthafte Beachtung verdient (Dtsch. Ärzteblatt).
Dem ist nichts hinzuzufügen.
