Die Grafik läßt erkennen, dass mit Ausnahme der Hochdruckkrankheit sämtliche anderen Todesursachen des Herzkreislaufsystems von 2005 bis 2019 und sogar bis 2024 eine rückläufige Tendenz zeigen. Die gilt auch für den Herzinfarkt.
Sie sind aber immer noch die häufigste Todesursache noch vor den Tumorerkrankungen. Weitere Ausnahmen betreffen die Herzinsuffizienz: Deren Hospitalisationsrate (Häufigkeit der Krankenhauseinweisungen) nimmt zu. Auch der Altersbezug bei dieser Erkrankung nimmt zu: So hat die Todesfallrate der über 65-Jährigen unter der Diagnose Herzinsuffizienz um 5,2% zugenommen.

Die Gründe für diese Tendenzen sind nicht ganz klar. Man kann durchaus die Fortschritte der Therapie – sowohl der medikamentösen als auch der interventionell-chirurgischen Fortschritte – dafür heranziehen, doch hat sich das persönliche Verhalten der Menschen etwa in Bezug auf Bewegung oder Kontrolle der Risikofaktoren nicht sehr geändert. Um aber diesen Trend nicht zu gefährden, sind Arzt und mündiger Patient weiter gefordert, gemeinsam und solidarisch den Kampf gegen die Krankheit auch durch geeignete Präventionsmaßnahmen zu führen.
Im Folgenden besprechen wir einzelne kardiale Erkrankungen:
