Einteilung der CHI nach Auswurffraktion
Chronische Herzinsuffizienz (HF=heart failure) mit reduzierter Auswurffraktion: Dies ist die häufigste, die klassische Form einer CHI, die etwa nach Herzinfarkt, bei Herzklappenfehlern oder nach einer Herzmuskelentzündung (Myocarditis) auftritt. Das Verhältnis von HFrEF zu HFpEF ist etwa 50%. Sie wird entsprechend den gültigen Leitlinien mit den „Fantastischen Vier“ mit
Valsartan/Neprilysin-Hemmern (Entresto®),
SGLT2-Hemmern (Jardiance®, Forxiga®),
Betablockern (Bisoprolol)
Aldosteronhemmern (Aldactone®, Eplerenon®)
behandelt. Die CHI kann bei Therapieversagen auch zu einer Herztransplantation führen.
Chronische Herzinsuffizienz mit – midrange – (mild reduzierter) EF (EF 41-49%) wird als neue, wenn auch noch nicht abschließend beurteilbare spezielle Subgruppe geführt. Ihre klinische Bedeutung ist noch nicht ganz klar.
HFmrEF hat eine Prävalenz von 10-20 % der HF-Patienten. HFmrEF hat unterschiedliche, aber intermediäre klinische, strukturelle und funktionelle Merkmale (funktional etwa NYHA II-III) im Vergleich zu HFrEF und HFpEF. Es gibt jedoch immer noch eine große Beweislücke in Bezug auf die detaillierten hämodynamischen Merkmale, die langfristige Nachsorge und die optimalen therapeutischen Optionen für diese Patienten.
Lit .: Andronic AA, Mihaila S, Cinteza M. Heart Failure with Mid-Range Ejection Fraction – a New Category of Heart Failure or Still a Gray Zone. Maedica (Bucur). 2016 Dec;11(4):320-324. PMID: 28828050; PMCID: PMC5543525.
Chronische Herzinsuffizienz (HF=Heart Failure)mit erhaltener („preserved“) Auswurffraktion (diastolische HI; Frauen > Männer – 70-30): hierbei handelt es sich um eine Form der CHI, bei der die führende Ursache in einer krankhaft gesteigerten Wandsteifigkeit liegt. Diese stellt sich oft im Verlauf einer Hochdruckkrankheit ein, die mit einer Wandverdickung und mit einer Steifheitszunahme einhergeht. Auch andere Ursachen, etwa Speicherkrankheiten, die Amyloidose mit Kardiomyopathie, kommen in Betracht. Luftnot ist das führende Symptom. Die HFpEF war bisher kaum behandelbar, doch zeigt sich aktuell in neuen Studien, dass die SGLT2-Hemmer eine Rolle spielen. Inzwischen sind sie für diese Erkrankung zugelassen.
Dapagliflozin (Forxiga®) und Empagliflozin (Jardiance®) sind inzwischen nach den guten Studienergebnissen von Emperor-preserved und Deliver für die Behandlung der HFpEF zugelassen. s. Therapie der CHI
