Es gibt starke Hnweise dafür, dass die Grippe-Infektion ein zusätzlicher unabhöngiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Herzinsuffizienz ist. In einer neueren Studie von Zhou et al. wird dieser Zusammenhang anhand einer Metastudie an über 12.000 Patienten dargestellt.
Zusammenfassend liefert unsere Metaanalyse starke Belege dafür, dass eine Influenza-Infektion das Risiko für einen AMI deutlich erhöht, insbesondere in den Tagen unmittelbar nach der Infektion. Der starke Zusammenhang, der bei den ILI-Definitionen beobachtet wurde, und das deutliche zeitliche Muster, das in SCCS-Studien erkennbar ist, unterstreichen die klinische Relevanz der durch die Infektion ausgelösten entzündlichen und prothrombotischen Reaktionen. Wichtig ist, dass die bei AMI-Patienten mit begleitender Influenza beobachteten unerwünschten Ergebnisse im Krankenhaus – wie erhöhte Mortalität, höhere Komplikationsraten, längere Krankenhausaufenthalte und erhöhte Kosten – die dringende Notwendigkeit einer wirksamen Influenza-Prävention und frühzeitiger Interventionsstrategien bei Populationen mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko unterstreichen. Zukünftige Forschungsarbeiten sollten sich darauf konzentrieren, die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen zu verstehen und zu bewerten, ob gezielte Interventionen sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere von Influenza-assoziierten kardiovaskulären Ereignissen verringern können. Unsere Ergebnisse liefern auch wichtige Hinweise für die öffentliche Gesundheit.
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer Impfung uch für Herz-Kreislaufkranke.
Lit.: Zhou X, Feng L. The association between influenza infection and acute myocardial infarction: A comprehensive systematic review and meta-analysis. Virus Res. 2025 Aug;358:199594. doi: 10.1016/j.virusres.2025.199594
