akute HI
Die akute HI ist ein schwerwiegendes und lebensbedrohliches Krankheitsbild, das
- akut bei Infektionen des Herzens (Myocarditis) oder bei einem Herzinfarkt,
- im Verlauf vieler Krankheiten wie Bluthochdruck, nach Herzinfarkt mit verminderter Auswurffraktion oder nach Herzmuskelentzündungen
auftreten kann.
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und kann zu einer Therapie auf der Intensivstation führen (Kreislaufschock). Hier kommen neben einer medikamentösen Behandlung mit kreislaufwirksamen Mitteln (Adrenalin, Dobutamin) auch temporäre Methoden der Herz-Unterstützung in Betracht (LVAD: Impella, ECMO). Auch eine TAH oder sogar HTX im Akutstadium kann überlegt werden.
Medikamentöse Therapie:
- Diuretika (Schleifendiuretika): Intravenöse Gabe (z.B. Furosemid) zur Reduktion der Volumenüberladung (Stauungszeichen).
- Vasodilatatoren: Einsatz bei hoher Nachlast und systolischem Blutdruck >110 mmHg (z.B. Nitroglycerin).
- Inotropika/Vasopressoren: Bei kardiogenem Schock oder ausgeprägter Minderperfusion (z.B. Dobutamin, Milrinon, Levosimendan).
Nicht-medikamentöse Maßnahmen: Sitzende Positionierung, Sauerstoffgabe (bei \(SpO_2 < 90\%\)), Flüssigkeitsrestriktion.
Ursächliche Therapie: Interventionelle (z.B. PTCA bei Infarkt) oder chirurgische Maßnahmen (z.B. Bypass-OP oder Aneurysma-Resektion).
Mechanische Kreislaufunterstützung: Bei therapierefraktärem Schock (z.B. IABP, Impella, ECMO)
Bei einer wirksamen und effektiven Therapie kommt es zu einer klinischen Stabilisierung und Rekompensation, die in eine chronische HI ausmündet. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie sollte dann eine stationäre Rehabilitation erfolgen, die am Wohnort in Phase III (Herzgruppen) fortgeführt werden sollte (Herzinsuffizienzgruppen; HIG).
