Anatomie

Die Herzkranzgefäße (Koronararterien) sind ein kranzförmiges Netzwerk aus Blutgefäßen, das den Herzmuskel umgibt und ihn pausenlos mit sauerstoffreichem Blut sowie Nährstoffen versorgt. Sie entspringen direkt der Hauptschlagader (Aorta) und sind für die lebenswichtige Pumpfunktion des Herzens.
Das Herz wird im Normalfall durch drei große Haupt-Herzkranzgefäße durchblutet, die sich in viele kleine Seitenäste verzweigen: [1, 2, 3, 4, 5]
- Linke Koronararterie (LCA): Teilt sich in zwei Hauptäste (Vorderwandarterie/RIVA oder) und den um den Herzmuskel verlaufenden Ast/RCX).
- Rechte Koronararterie (RCA): Versorgt unter anderem die Hinterwand sowie wichtige Teile des herz eigenen Erregungsleitungssystems.

Der Koronarsinus (Sinus coronarius; grün gefärbt) ist die größte Vene des Herzens. Er sammelt das sauerstoffarme Blut des Herzmuskels und leitet es direkt in den rechten Herzvorhof.
Medizinische Bedeutung (Diagnostik): Aufgrund seiner zentralen Lage dient der Koronarsinus Kardiologen häufig als Zugangsweg, um Elektroden zu implantieren oder spezielle Herzkatheter an die Rückseite des Herzens zu führen.
Funktion & Anatomie: Er drainiert etwa 55 bis 66 Prozent des venösen Blutes aus dem Herzmuskel und verläuft in der Kranzfurche (Sulcus coronarius) an der Rückseite des Herzens. Er mündet über das sogenannte Ostium in den rechten Vorhof.
Die Abbildungen wurden uns von den jeweiligen Urhebern mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt.


