Arteriosklerose, Risikofaktoren und Prävention

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    Die kardiovaskulären Risikofaktoren (CV-RF):

    Aus historischer Sicht entstand das RF-Konzept mit der berühmten, 1948 begonnenen, auch gegenwärtig noch weiter laufenden Framingham-Studie. F. ist eine mittelgroße Stadt in den USA in Massachusetts, in der die Auswirkungen und Risiken der KHK erstmals epidemiologisch untersucht wurden. Bei etwa 6000 Bürgern der Stadt, die keine Herz-Kreiskaufkrankheiten aufwiesen, wurde der Verlauf über bisher 3 Generationen verfolgt und untersucht, wie häufig Herzkreislauf-Ereignisse (Herzinfarkt oder Schlaganfall) in zeitlichem Zusammenhang auftraten.

    Über den gesamten Verlauf bis heute wurden die heute bekannten Risikofaktoren untersucht und dokumentiert. Begonnen 1979, wurden bis heute alle Risikofaktoren aufgelistet und gewertet. Heute unterscheidet man durch Lebensstiländerung oder medikamentös beeinflussbare RF von den durch solche Massnahmen nicht oder schlecht beeinflussbaren RF. In der menschlichen Zukunft (Anthropozän) werden weitere Risikobereiche und -faktoren wichtig sein:

    Klimawandel und Umwelt wirken durch veränderte klimatische Bedingungen (z.B. Hitze) oder Feinstaubbelastung der Atemwege und Mikroplastikeinnahme auf das Herz-Kreislaufsystem schädigend ein.

    Nicht beeinflussbar:

    1. Alter,
    2. Geschlecht
    3. genetische Faktoren (teilweise)

    Schlecht beeinflussbar

    1. Bildung
    2. Armut
    3. Herkunft
    4. Umweltfaktoren (Feinstaub, Mikroplastik)
    5. Klimawandel (Hitzeexposition, Ertrinkungstod)

    Möglichkeiten der Risiko-Beeinflussung und der sog. BIG FIVE

    Beeinflussung durch Lebensstil-Änderung:

    Man versteht darunter alle Änderungen des Verhaltens (Verhaltensprävention), die zu einer Vermeidung und Verhinderung von Krankheiten (hier insbesondere Herzkreislaufkrankheiten) führen können. Sie bestehen in

    1. Änderung des Ernährungsverhaltens (gesunde Ernährung),
    2. Änderung des Bewegungsverhaltens: Intensivierung von körperlicher Aktivität (sitzende Lebensweise vermeiden) bis zu regelmäßiger sportlicher Aktivität (gesunde Bewegung),
    3. Raucherentwöhnung, Rauchstopp
    4. Alkoholabstinenz
    5. Steigerung der persönlichen Fitness,
    6. Vermeidung von Stress und Aufregungen.

    Eine andere Form der Prävention ist die sog. Verhältnisprävention, die die übergeordneten, aber auch die lokalen Lebensbedingungen beschreibt: Arbeitsplatz, privates Umfeld, Bildung.

    Präsentation zum Thema “Herz im Risiko”…

    Arteriosklerose: Sie ist eine chronische Erkrankung, bei der die Arterien, die das Blut vom Herzen zu den verschiedenen Teilen des Körpers transportieren, verhärtet und verengt werden. Dies geschieht aufgrund einer Ansammlung von Fett, Kalzium und anderen Substanzen auf den Innenwänden der Arterien, was zu einer Verringerung des Durchflusses von Blut und Sauerstoff zu den verschiedenen Organen führt.

    Arteriosklerose ist ein wichtiger Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, und kann auch andere Gesundheitsprobleme verursachen, wie z.B. Angina pectoris, periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) und Nierenerkrankungen.

    Prävention: Es ist wichtig, dass Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose (Genetik, Alter) haben, ihre Gesundheit durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, Raucherentwöhnung und andere gesundheitsfördernde Maßnahmen verbessern, um die Entwicklung der Arteriosklerose zu verlangsamen oder zu verhindern.

    Die präventive Therapie der Arteriosklerose zielt darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Hier sind einige der wichtigsten Ansätze zur Behandlung von Arteriosklerose:

    1. Lebensstiländerungen d. Prävention: Eine gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, Raucherentwöhnung und Stressmanagement können dazu beitragen, das Risiko der Arteriosklerose-Erkrankungen zu reduzieren.
    2. Medikamente: Es gibt viele Arten von Medikamenten, die bei der Behandlung von Arteriosklerose eingesetzt werden können, wie z.B. Cholesterinsenker (Statine), Blutdrucksenker (Betablocker) und Blutverdünner (Aspirin).
    3. Chirurgische Eingriffe: In fortgeschrittenen Fällen von Arteriosklerose und deren Folgen (Arterienverengungen am Herzen) kann ein kardiologischer oder chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um die Durchblutung wiederherzustellen, wie z.B. eine Ballondilatation mit Stenteinsetzung oder eine aortokoronare Bypass-Operation.
    4. pAVK: Verfahren zur Verbesserung der Bein-Durchblutung bei “peripherer arterieller Verschlusskrankheit”: Hier können ebenfalls Trainingsverfahren mittels Gehen bis zur Schmerzgrenze hilfreich sein.

    Es ist wichtig zu beachten, dass jeder Patient und jede Patientin individuell behandelt werden müssen, und dass die Behandlungsoptionen von vielen Faktoren abhängen, wie dem Alter, dem Geschlecht, dem Gesundheitszustand, dem Schweregrad der Arteriosklerose und dem Vorliegen anderer gesundheitlicher Probleme (z.B. Vorerkrankungen). Hinzukommt auch die eigene Eistellung zu Präventionsmaßnahmen und der Überwindung von individuellen Hemmschwellen (“innerer Schweinehund”). Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um individuelle Beratung und Behandlungsstrategien zu entwickeln.

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