Die koronare Herzkrankheit: Angina pectoris

    Angina Pectoris (AP) der Frau

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    Die KHK der Frau ist oft mit atypischer AP verbunden und führt zum Herzinfarkt durch:

    • MINOCA: nicht-obstruktiver Herzinfarkt,
    • Spontandissection: SCAD,
    • Fettpolstereinriss: Plaqueruptur
    • Vasospasmen: TakoTsubo-Infarkt

    Die AP der Frau weist Besonderheiten auf, denn speziell im jüngeren Lebensalter ist oft keine arteriosklerotische KHK vorhanden, sondern eine mikrovaskuläre oder Endothel-Dysfunktion. Unter dieser Dysfunktion (CMD) versteht man eine krankhafte Reaktionsweise der Innenschicht der Kranzgefäße, die sich normalerweise weit stellen, um die Sauerstoffversorgung des Herzens etwa unter Belastung sicherzustellen. Diese Eigenschaft geht durch weibliche Risikofaktoren wie chronischen Stress, Rauchen, Fetteinlagerungen verloren und die Gefäße werden starr oder verkrampfen sich. Daher sind Gefäßspasmen (Vasospasmen) und Rigidität (Starre) häufig die Ursache für Angina pectoris oder den Herzinfarkt bei Frauen vor den Wechseljahren (Menopause). Hier gleicht sich die KHK derjenigen der Männer an, es entstehen arteriosklerotische Veränderungen.

    Man spricht auch von ANOCA, INOCA oder MINOCA, die meist eine bessere Prognose haben als die obstruktive Form, und meint damit Angina, Ischämie oder Myokardinfarkt infolge von”non obstructive coronary arteries”, also ohne Fett- oder Kalkeinlagerung. Auch können bei dieser Gefäßsituation nicht selten Intimaablösungen auftreten, die man als Dissektion oder “spontaneous coronary artis dissectionSCAD” bezeichnet. Auch die Plaque-Ruptur (Einriss) eines nicht-obstruktiven Fettpolsters (Plaque) ist häufig.